Ebay gehen die Auktionen aus: Bereits 85% Sofortkauf-Angebote. Kleinanzeigen & Apps legen zu

ebayDie Online Auktionsplattform Ebay trug 2003 ihrem Namen noch alle Ehre – Damals waren über 90% der Angebotenen Artikel Auktionen die oft bei 1 Euro bzw. Dolla angesetzt waren und somit Schnäppchenjäger scharenweise anzog.

Doch in den letzten 10 Jahren gab es eine Veränderung im Konsumentenverhalten – So sind es aktuell gerade mal 15% der Artikel, welche bei Ebay noch als Auktion gehandelt werden. Die restlichen Angebote werden als „Sofortkauf“ zum Fixpreis angeboten, wodurch die Abgrenzung zu anderen Online-Shops wie Amazon, Quelle, Otto oder Zalando fließend aber immer stärker verschwindet.

Entwicklung von Auktionen vs. Sofortkauf-Angeboten auf Ebay

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Anteil von Auktionen bei Ebay rückläufig (Bild: wallstreetjournal.de)

Ursachen für den Rückgang von Auktionen?

Es scheint als würden Konsumenten immer bequemer werden und keine Lust auf das umständliche einstellen, verpacken und den Warenverssand von alten Produkten  zu haben. Zudem stiegen bei Ebay auch die Gebühren zunehmend an, was es für Verkäufer noch unattraktiver machte. Auch der Wandel weg vom Desktop PC hin zur verstärkten Nutzung von Smartphones und Tablets trug dazu bei, dass Besucher sich weniger lange und intensiv auf Ebay bewegen.

Kleinanzeigenportale erleben Revival

Gebrauchte Artikel werden aber dennoch weiterhin verkauft. Dabei kommen klassische Kleinanzeigenportale wieder vermehrt zum Einsatz. Craigslist in den USA ist hier das klassische Beispiel für ein kostenloses Kleinanzeigenportal bei dem man ohne Gebühren oder Mittelmänner seine Produkte verkaufen kann. Nur die Verhandlung um den Preis findet hier eben noch altmodisch via Email oder Telefon  statt und nicht über das Auktionstool von Ebay.

Mobile Kleinanzeigenportale im Aufwind – Die Macht lokaler Anzeigen

Smartphone Apps für Kleinanzeigen wie Shpock & Stuffle werden immer beliebter
Smartphone Apps für Kleinanzeigen wie Shpock & Stuffle werden immer beliebter

Viele gebrauchte Gegenstände sind entweder schwer und sperrig oder nicht mehr viel Wert – Beides macht sie für den Versand via Spedition, Paketdienstleister oder Post relativ unattraktiv. Lediglich für Personen in der Umgebung wäre der Erwerb noch interessant, da diese das Angebot direkt abholen können. Auf Basis dieser Überlegung funktionieren verschiedene Smartphone-Apps für gebrauchte Artikel wie Stuffle oder Shpock welche sowohl für Android als auch iOS Verfügbar sind. Hier sieht man direkt am Smartphone Angebote im Umkreis von 1, 5, 10, … km zu seinem aktuellen Standort und kann so auch ohne Ziel bequem in den Angeboten stöbern und zuschlagen, sollte zufällig was dabei sein.

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